Privat

Wenn du heute Abend mir gehören würdest

Ich habe mich schön gemacht und muss nirgends hin. Rate mal wer daran schuld ist.

Julie lehnt abends im Türrahmen, schwarzer Blazer über der Korsage, hohe Lackstiefel, ein Bein angewinkelt, der Blick direkt in die Kamera.

Es ist kurz nach acht, ich stehe angezogen im Flur und muss heute nirgends hin. Manche Frauen machen sich für einen Anlass schön. Ich mache mich schön, weil ich mag wie es sich anfühlt, wenn der Stoff sitzt, die Absätze auf dem Boden klingen und niemand da ist, der es sieht. Fast niemand. Denn irgendwo sitzt du gerade und denkst an mich, und das zählt für mich als Publikum.

Also stell dir kurz etwas vor. Nur heute Abend. Nichts Kompliziertes, nichts das morgen noch Fragen stellt. Nur diese paar Stunden, und du gehörst mir.

Ein Abend an dem ich die Regeln schreibe

Ich mag Männer die wissen was sie wollen. Das habe ich nie versteckt. Aber es gibt diese eine Sache die ich noch lieber mag, und die passiert erst, wenn so ein Mann mir für ein paar Stunden die Führung überlässt. Nicht weil er schwach wäre. Sondern weil er neugierig ist, wohin ich das lenke.

Die Regeln sind übrigens kurz. Du kommst wie du bist. Du fragst nicht was als Nächstes kommt. Und du schaust mich an, wenn ich mit dir rede. Klingt einfach, ich weiss. Warte ab bis du es versuchst.

Ich habe dir gesagt, zieh dir etwas Bequemes an. Ich habe nicht gesagt, dass du lange darin bleibst. Solche Sätze lasse ich gern im Raum stehen und schaue zu, was sie mit deinem Gesicht machen. Bei den meisten Männern dauert es genau zwei Sekunden. Bei dir vermutlich weniger.

Warum ich dich zuerst warten lasse

Ich könnte sofort auf dich zugehen. Ich tue es nicht. Ich bleibe im Türrahmen stehen, eine Hand am Holz, das Gewicht auf einem Bein, und lasse dich einen Moment lang nur schauen. Warten ist keine Strafe. Warten ist die Vorspeise, und ich koche wirklich gern.

Es gibt diese eine Sekunde, kurz bevor etwas passiert, in der noch alles offen ist. Da sitzt die ganze Spannung. Was danach kommt, ist Auflösung, und Auflösung ist schön, aber sie ist eben auch vorbei. Diese Sekunde dagegen kann ich dehnen so lange ich will, und glaub mir, ich will.

Du wirst irgendwann anfangen zu reden, nur um die Stille zu füllen. Genau darauf warte ich. Denn was du dann sagst, verrät mir mehr über dich als jede Antwort auf eine Frage, die ich dir hätte stellen können.

Der Moment in dem der Abstand kippt

Zwischen uns liegen zwei Schritte. Ich mache einen davon. Der zweite gehört dir, und du merkst erst, dass du ihn längst gemacht hast, als es dafür schon zu spät ist.

Aus zwei Schritten wird eine Handbreit. Meine Hand liegt kurz an deinem Unterarm, mehr nicht, und trotzdem verändert sich deine Atmung. Ich spüre das, bevor du es selbst bemerkst. Das ist keine Zauberei, das ist Aufmerksamkeit. Ich achte einfach auf Dinge, auf die andere nicht achten.

Meine Haare fallen nach vorn, als ich mich zu dir neige. Ich sage etwas leise, direkt neben dein Ohr, und es ist völlig egal was. Der Inhalt ist nie das Entscheidende. Entscheidend ist, dass du dich zu mir hin bewegen musst, um es zu verstehen. Und dass du es tust, ohne darüber nachzudenken.

Was ein Blick von mir mit dir macht

Ich habe blaue Augen und ein Lächeln, das freundlicher aussieht als es gemeint ist. Beides zusammen ist praktisch. Die Leute unterschätzen mich damit seit Jahren, und ich hatte es nie eilig, sie aufzuklären.

Wenn ich dich ansehe, dann richtig. Nicht dieses höfliche Streifen, mit dem man sich im Treppenhaus grüsst. Ich sehe dich an, bis du zuerst wegschaust, und dann lächle ich, weil ich es genau so wollte. Manche nennen das kühl. Ich nenne es blond mit Vorsatz.

Das Schöne daran ist, dass du gar nichts tun musst. Du sitzt einfach da, und ich mache dich zum Mittelpunkt meiner Aufmerksamkeit. Für die meisten Männer ist das ungewohnter als alles andere an diesem Abend. Sie sind es gewohnt zu erobern. Nicht gewohnt, ausgesucht zu werden.

Nähe die man nicht beschreiben muss

Es gibt Nähe die laut ist, und es gibt die andere. Die andere passiert, wenn niemand mehr etwas sagt. Wenn dein Knie am meinen liegt und keiner von uns beiden es wegzieht. Wenn die Luft zwischen uns warm wird, obwohl das Fenster offen steht.

Ich mag Haut die man nur ahnt. Einen Träger der verrutscht ist und dort bleibt. Einen Blazer der offen fällt und nichts verrät, ausser dass darunter etwas ist. Alles was man sofort sieht, hat man in fünf Minuten vergessen. Alles was man sich denken muss, bleibt eine Woche.

Deshalb bin ich auch nie die, die zu viel zeigt. Ich zeige genau so viel, dass dein Kopf den Rest übernimmt. Und dein Kopf, so viel steht fest, ist in dieser Disziplin ausgesprochen talentiert.

Warum du gehen dürftest und trotzdem bleibst

Die Tür ist offen. Sie war den ganzen Abend offen. Du könntest jederzeit aufstehen und sagen, es ist spät geworden, und ich würde dich nicht aufhalten. Ich halte niemanden fest. Das habe ich nicht nötig, und ehrlich gesagt macht es auch keinen Spass.

Aber du bleibst. Nicht weil ich dich überredet hätte, sondern weil dir beim Gedanken ans Gehen zum ersten Mal an diesem Abend etwas fehlt. Genau da wird aus einem netten Abend eine Erinnerung, die dich noch beschäftigt, wenn du längst wieder zu Hause bist.

Gehören ist ein grosses Wort, ich weiss. Für ein paar Stunden ist es nur ein Spiel, und Spiele sind da, um gespielt zu werden. Der Preis ist übrigens nicht der, den du dir ausmalst. Der Preis bin ich, aber gewinnen kannst du mich nicht. Du darfst mich ein Stück weit haben, und den Rest entscheide ich.

Was von so einem Abend übrig bleibt

Später, wenn du wieder im Auto sitzt oder in deiner Küche stehst und das Licht viel zu hell ist, wirst du merken, dass du dich an keinen einzigen Satz erinnerst, der gefallen ist. Dafür erinnerst du dich an die Temperatur im Raum, an den Moment im Türrahmen und daran, wie lange ich dich habe warten lassen.

Das ist Absicht. Ich baue meine Abende nicht aus Sätzen, sondern aus Momenten in denen nichts passiert und trotzdem alles möglich ist. Reden kann jeder. Stille beherrschen nur wenige.

Und jetzt bleibt nur die Frage, was du mit dem Rest deines Abends anfängst. Ich weiss es schon, aber ich sage es dir nicht, sonst wird es langweilig. Nur so viel: Das hier ist die Seite von mir, die ich öffentlich zeige, ordentlich frisiert und für alle sichtbar. Mehr von mir, ungefiltert und ohne diese ganze Zurückhaltung, findest du auf OnlyFans. Und dort lasse ich dich deutlich weniger lang warten.

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Das ist nur die Seite von mir, die ich öffentlich zeige. Die andere lebt an einem viel privateren Ort.

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